Shalom am Rhein
1000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz

Auftraggeber: Landesmuseum Mainz 

Leistungen: Gestalterische Konzeption und Planung der Ausstellungsarchitektur, Szenografie, Medienplanung, Ausstellungsgrafik und Interaktionen 

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Die Ausstellung „Shalom am Rhein“ im Landesmuseum Mainz erzählt die Geschichte von über 1.000 Jahren jüdischen Lebens in Rheinland-Pfalz – von den mittelalterlichen SchUM-Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz, die heute zum UNESCO-Welterbe gehören, bis in die Gegenwart. Sie zeigt nicht nur die kulturelle Blüte, sondern auch die Verfolgung und Zerstörung und eröffnet neue Perspektiven auf das Zusammenleben der jüdischen und nicht-jüdischen Gesellschaft.

Ausgehend von den Objekten werden die vielfältigen Geschichten erzählt, die ein Exponat bereithält – über die reine Darstellung und den Inhalt hinaus. Die Ausstellung beleuchtet den historischen Kontext und integriert außermuseale Sichtweisen, um ein multiperspektivisches Bild jüdischen Lebens zu zeichnen.

Die Ausstellung spricht sowohl fachlich Interessierte und Menschen, die mit jüdischer Kultur vertraut sind, als auch Besuchende an, die bislang wenig Berührungspunkte mit dem Thema hatten. Ziel ist es, alle willkommen zu heißen –unabhängig von Vorwissen, kulturellem Hintergrund oder körperlichen Einschränkungen. Barrierearmut und Niedrigschwelligkeit stehen im Mittelpunkt der Präsentation.Ein intuitives Orientierungssystem ermöglicht allen Besucher*innen eine einfache Navigation.

Die Ausstellung kann sowohl vollständig analog als auch durch digitale Angebote vertieft erlebt werden. Interaktive Medienstationen, wie etwa ein KI-Avatar eines jüdischen Gelehrten aus dem Mittelalter, machen die Geschichte greifbar und wecken Neugier. Besonders junge Besucher*innen werden durch digitale Formate angesprochen, um sie für die jüdische Kultur und Geschichte zu begeistern.

In der historischen Steinhalle erstreckt sich die Ausstellung über 400 Quadratmeter. Ihre ungewöhnliche Architektur schafft Räume, die sich verengen und öffnen – und lädt zu multiperspektivischen Betrachtungen ein. Erst von der Empore aus enthüllt sich die stilisierte Form eines Davidsterns, die die Ausstellungsarchitektur prägt.

Nachhaltige Lösungen prägen die Ausstellung: Upcycling, ressourcenschonende Materialien und ein geringer CO₂-Fußabdruck stehen im Mittelpunkt. Die Elemente sind langlebig, wartungsarm und wirtschaftlich.

Team: Dominik Mycielski, Enya Rosing, Emily Metzger

 

The exhibition “Shalom am Rhein” at the Landesmuseum Mainz tells the story of over 1,000 years of Jewish life in Rhineland-Palatinate – from the medieval ShUM communities in Speyer, Worms, and Mainz, which are now UNESCO World Heritage Sites – to the present day. It shows not only cultural flourishing, but also persecution and destruction, and opens up new perspectives on the coexistence of Jewish and non-Jewish society.

Based on the objects, the diverse stories that an exhibit has to offer are told — beyond the pure presentation and content. The exhibition highlights the historical context and integrates perspectives from outside the museum to paint a multi-perspective picture of Jewish life.

The exhibition appeals to those with a professional interest and people who are familiar with Jewish culture, as well as visitors who have had little contact with the subject matter to date. The aim is to welcome everyone—regardless of prior knowledge, cultural background, or physical limitations. Accessibility and low thresholds are at the heart of the presentation. An intuitive orientation system enables all visitors to navigate easily.

The exhibition can be experienced both in its entirety in analog form and in greater depth through digital offerings. Interactive media stations, such as an AI avatar of a Jewish scholar from the Middle Ages, bring history to life and spark curiosity. Digital formats are particularly appealing to young visitors, inspiring them to take an interest in Jewish culture and history.

The exhibition covers 400 square meters in the historic stone hall. Its unusual architecture creates spaces that narrow and open up, inviting visitors to view the exhibition from multiple perspectives. Only from the gallery does the stylized shape of a Star of David, which characterizes the exhibition architecture, reveal itself.

Sustainable solutions characterize the exhibition: Upcycling, resource-saving materials, and a low carbon footprint are the focus. The elements are durable, low-maintenance, and economical.

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