Atombilder
Deutsches Museum München

Atombilder

Die Ausstellung beleuchtet das Atom als wissenschaftliches, kulturelles und politisches Bildmotiv und zeigt, wie Visualisierungen unsere Vorstellung vom Atomzeitalter geprägt haben.

Das 20. Jahrhundert ging als das unverkennbare Zeitalter des Atoms in die Menschheitsgeschichte ein. Von den mathematisch-eleganten Molekülmodellen der Frühzeit über die mikroskopischen Wunderwelten der Nanotechnologie bis hin zu den apokalyptischen, tief ins kollektive Gedächtnis eingebrannten Silhouetten von Atompilzen – das Atom war jeher Epizentrum hitziger wissenschaftlicher, kultureller und tiefgreifend politischer Debatten. Doch eine fundamentale, fast philosophische Frage bleibt im Raum stehen: Wie sieht das Unsichtbare eigentlich aus? Wie haben visuelle Darstellungen und Ikonen unsere Wahrnehmung dieses nuklearen Zeitalters geformt und manipuliert?
Die Ausstellungsarchitektur bricht mit klassischen Sehgewohnheiten und stellt die prägendsten Bildtraditionen der Atomforschung in einen spannungsvollen, dialektischen Dialog. Die sorgsam kuratierten Bildwelten der Szenografie – angesiedelt auf dem schmalen Grat zwischen nüchterner Wissenschaft und expressiver Kultur – dekonstruieren die visuelle DNA der Moderne. Sie enthüllen die faszinierenden Strategien der Sichtbarmachung und zeigen eindrücklich, wie das eigentlich Unfassbare im sterilen Labor, in der musealen Inszenierung und im Zerrspiegel der Massenmedien eine Gestalt annahm.

Auftraggeber
Deutsches Museum München
Ort
München
Art
Wechselausstellung
Leistungen
Gestalterische Konzeption, Szenografie, Ausstellungsarchitektur, Informationsdesign, Mediengestaltung, Lichtplanung, Realisierung
Team
Felix Herten, Anna Fahrmweier, Stefan Nowak; Kuration: Dr. Cornelia Kemp