
Von römischen Badeanlagen bis zu modernen Wellnesswelten erzählt das Museum der Badekulturen eine multisensorische Zeitreise durch die Geschichte des Badens – interaktiv, inklusiv und mit dem archäologischen Bad als lebendigem Zentrum.
Das Museum der Badekulturen spannt einen erlebnisreichen Bogen von den Badeanlagen der Römer bis zu den Wellness-Tempeln der Gegenwart. Eine anschauliche Inszenierung, verbunden mit interessanten Hintergrundinformationen, lädt zu einer ebenso informativen wie unterhaltsamen Reise durch die Geschichte des Badens weltweit ein. Die Palette der Exponate reicht von römischen Badeutensilien über mittelalterliche Badestuben bis hin zu Badekulturen aus aller Welt, gestern und heute. Der zentrale Raum der Wasserprojektionsfläche ist multifunktional konzipiert: Er wird auch als Versammlungsort im Sinne eines „dritten Ortes“ im musealen Kontext für Veranstaltungen, Tagungen, museumspädagogische Angebote und soziale Begegnungen genutzt.
Klimaneutrale Vitrinen und eine UV-Licht-freie LED-Beleuchtung sorgen für eine auch unter konservatorischen Gesichtspunkten anschauliche Präsentation der bis zu 2000 Jahre alten Exponate. Eine gelungene Symbiose aus Didaktik und Medientechnik, Besucherorientierung und Ausstellungsdramaturgie sorgt für einen unterhaltsamen und informativen Ausstellungsbesuch. Zahlreiche multimediale Stationen laden zum Erleben mit allen Sinnen ein.
Herzstück der Ausstellung ist der gut erhaltene archäologische Befund eines römischen Bades.
Die sichtbaren archäologischen Überreste des Bades werden durch lebensgroße Filmprojektionen auf transparente, raumgreifende Leinwände zum Leben erweckt: Professionelle Schauspieler führen die Besucher in drei eigens produzierten Filmsequenzen durch die Stationen eines römischen Bades.
Verschiedene interaktive Stationen ermöglichen unterschiedlichen Zielgruppen ein individuelles und abwechslungsreiches Ausstellungserlebnis. Fragen wie „Wie roch es in einem mittelalterlichen Bad?“ oder „Welche Duftstoffe verwendeten die Römer?“ etc. werden so eindrucksvoll beantwortet.
Gleichzeitig dienen sie nach dem 2-Sinne-Prinzip allen Menschen mit Sehbehinderungen zu einem inklusiven Ausstellungserlebnis, denn die Ausstellung wurde nach dem Prinzip „Design for all“ entwickelt: An den Medienstationen bieten zusätzliche Audiodeskriptionen in Leichter Sprache verständliche Erläuterungen für Menschen mit visuellen oder kognitiven Einschränkungen. Ergonomische Lesehöhen und Lesekontraste der Druckgrafiken und Medienoberflächen sorgen für eine angenehme und ermüdungsfreie Rezeption der Inhalte.
Eine sogenannte „Kinderebene“ bildet einen eigenen Erzählparcours für Kinder mit Rätselstationen und einer Auswertung am Ende des Rundgangs.
- Auftraggeber
- Stadt Zülpich
- Ort
- Zülpich
- Art
- Dauerausstellung
- Leistungen
- Leistungsphasen 1-8 nach HOAS. Szenografie, Ausstellungsarchitektur, Grafikdesign, Planung Interaktion, Medienkonzept, Lichtkonzept
- Team
- Dominik Mycielski, Michael Krey, Julia Scholzen, Stefan Nowak u.a.; Kuration: Dr. Iris Hofmann-Kastner
- Realisierung
- Barth Innenausbau Brixen, 235 Media Köln GmbH


