
Die Ausstellung visualisiert die vielschichtigen religiösen, gesellschaftlichen und kontroversen Perspektiven der Beschneidung durch ein kontrastreich gefaltetes Sockelband, das als visuelle und inhaltliche Leitlinie durch den Raum führt.
Die Ausstellung zeigt die Beschneidung aus jüdischer, christlicher und islamischer Sicht. Die Wurzeln dieses Rituals, der Bund Abrahams mit Gott, werden aufgezeigt. Die Ausstellung thematisiert die Beschneidung Jesu ebenso wie die Rolle des Themas in der heutigen amerikanischen Gesellschaft. Auch antisemitische und islamophobe Einstellungen werden thematisiert.
Ein vertikal und horizontal gefaltetes Band durchzieht als lange Achse den zentralen, langgestreckten Raum der Ausstellung. Es dient als Sockel für die Hauptexponate der Ausstellung. Die ungewöhnlich gezackten Versprünge des Sockelbandes spielen assoziativ mit den Gegensätzen der ausgestellten Inhalte. Entlang der Wände werden die Exponate jeweils von links und rechts den verschiedenen Blickwinkeln gegenübergestellt. Gleich zu Beginn der Ausstellung verdeutlicht eine wandgroße Weltkarte der WHO kommentarlos, dass in mehr als der Hälfte aller Länder der Erde, einschließlich der USA, die Vorhautamputation bei Jungen zum vorherrschenden gesellschaftlichen Standard gehört, oft unabhängig von religiösen Vorstellungen.
- Auftraggeber
- Jüdisches Museum Berlin
- Ort
- Berlin
- Art
- Wechselausstellung
- Leistungen
- Leistungsphasen 1-72 nach HOAS. Szenografie, Ausstellungsarchitektur, Grafikdesign
- Team
- Tobias Jochinke, Stefan Nowak
- Fotos
- © nowakteufelknyrim


