
Mehr als eine Retrospektive: Über 200 Werke eröffnen den Blick auf das kreative und strategische Zusammenspiel von August und Elisabeth Macke und rücken Elisabeth Macke als treibende Kraft hinter Werk, Wirkung und Vermächtnis des Künstlers in den Fokus.
Die Ausstellung wirft ein völlig neues Licht auf das Schaffen August Mackes – nicht nur als expressionistischen Maler, sondern als Teil eines einzigartigen künstlerisch-strategischen Duos. Über 200 Zeichnungen und Gemälde zeigen, wie Elisabeth Macke, sein „zweites Ich“, ihn inspirierte, organisierte und nach seinem frühen Tod unermüdlich für die Anerkennung seines Werks kämpfte.
Elisabeth Macke war weit mehr als eine Muse. Sie vermarktete seine Werke, knüpfte Netzwerke in Kunst und Wirtschaft und sicherte so seinen Platz in der Kunstgeschichte. Die Ausstellung präsentiert erstmals ihr Wirken, ihre Kontakte und ihre entscheidende Rolle – basierend auf der umfangreichen Macke-Sammlung des Museums, ergänzt durch ausgewählte Leihgaben.
Die Ausstellung ist mehr als eine Retrospektive – sie ist eine Einladung, die Dynamik zwischen kreativem Schaffen und strategischem Denken zu erleben. Sie zeigt, wie Kunst und Management Hand in Hand gehen und lädt die Besucher:innen ein, selbst Teil dieser Geschichte zu werden.
Parallel zur Hauptausstellung lädt „August und das Zirkuspferd“ – eine Familienausstellung mit spielerischen und interaktiven Elementen – dazu ein, selbst kreativ zu werden. Kinder und Erwachsene tauchen hier aktiv in Mackes farbenfrohe Welt ein und entdecken seine Kunst auf eine sinnliche, unmittelbare Weise. Kreative Workshops laden alle Altersgruppen ein, sich aktiv mit Mackes Werk auseinanderzusetzen. Interaktive Stationen ermöglichen es, seine Techniken und Motive zu erkunden, während die Besucher:innen selbst zu Gestalter:innen werden und so die Kunst auf eine persönliche, sinnliche Weise erleben.
Die Präsentation folgt einem emotionalen Erzählstrang, der Alle anspricht. Die barrierefreie Gestaltung sorgt dafür, dass die Inhalte für Menschen mit unterschiedlichen Vorerfahrungen und Bedürfnissen zugänglich sind – von Leichter Sprache über taktile Elemente bis hin zu digitalen Angeboten. Ein Audioguide und interaktive Führungen gestalten den Besuch individuell und flexibel.
Die Ausstellung setzt auf umweltfreundliche Materialien (Recycling/Upcycling), modulare Elemente für zukünftige Projekte und energieeffiziente Technik, um Werke zu schützen und Ressourcen zu schonen.
Die Ausstellung wurde als Sonderausstellung konzipiert und erforderte eine hohe Anpassungsfähigkeit der Raumgestaltung. Leicht demontierbare Wand- und Präsentationselemente unterstreichen den Charakter der Macke-Ausstellung und sind gleichzeitig für zukünftige Projekte wiederverwendbar. Dieses flexible System verbindet Ästhetik mit praktischen und wirtschaftlichen Vorteilen für den Museumsbetrieb.
- Auftraggeber
- LWL Museum für Kunst und Kultur Münster
- Ort
- Münster
- Art
- Sonderausstellung
- Leistungen
- Gestalterische Konzeption, Kommunikationsdesign und Szenografie
- Team
- Pauline Gebauer, Julia Scholzen, Kathrin Ulanicki
- Fotos
- © LWL Museum für Kunst und Kultur Münster


