
Wie wurde Lübeck zum bedeutendsten Kunstzentrum des Ostseeraums? Die Sonderausstellung im St. Annen-Museum erzählt die faszinierende Geschichte von Handel, Reichtum und Kunst im Zeitalter der Hanse.
Lübeck gehörte im Spätmittelalter zu den bedeutendsten Kunstmetropolen im Ostseeraum. Genau 500 Jahre nach dieser Blütezeit beleuchtete die Jubiläumsausstellung im St. Annen-Museum diese faszinierende Epoche. Für die Inszenierung dieser hochkarätigen Exponate entwickelte nowakteufelknyrim eine maßgeschneiderte Ausstellungsgestaltung, die den historischen Kontext szenografisch übersetzt und gleichzeitig höchste konservatorische Anforderungen erfüllt.
Die Kunstwerke reagieren sensibel auf Licht und Umwelteinflüsse. Ein zentraler Schwerpunkt der Gestaltung lag daher auf dem Schutz dieser fragilen Schätze: Für die Präsentation wurden zum Teil spezialisierte Vitrinen konzipiert. Diese verfügen über einen integrierten UV-Schutz oder passive Klimatisierungen der die kostbaren Pigmente und jahrhundertealten Hölzer vor dem Verfall bewahrt, ohne die visuelle Brillanz der Meisterwerke einzuschränken. Durch eine subtile, tiefenwirksame Lichtführung im Raum werden die Altäre dramaturgisch inszeniert, während die äusseren Einflüsse auf ein Minimum reduziert wird. Die Ausstellungsarchitektur nimmt sich elegant zurück, um den sakralen Glanz der Exponate wirken zu lassen, und garantiert zugleich eine barrierefreie, klare Wegeführung durch die historischen Umbrüche der Reformationszeit.
- Auftraggeber
- Kulturamt Lübeck
- Ort
- Lübeck
- Art
- Sonderausstellung
- Leistungen
- Gestalterische Konzeption, Ausstellungsarchitektur, Szenografie, Mediengestaltung, Lichtplanung, Realisierung
- Team
- Dominik Mycielski, Hanna Hodzic, Stefan Nowak, u.a.
- Fotos
- @ nowakteufelknyrim


