
Sachliche Fakten und authentische Zeitzeugenberichte bewegen Besucher zur eigenständigen Reflexion über das DDR-Unterdrückungssystem und gegenwärtige demokratische Verantwortung.
Die künftige Dauerausstellung verzichtet auf Belehrung; sie setzt auf Spuren und sachliche Fakten, die Besucher zu eigenen Erkenntnissen führen. Die Gestaltung vermittelt Informationen funktional, ergonomisch und wertungsfrei. Dabei bewegt sie sich sensibel im Spannungsfeld zwischen der Darstellung von Repression und der scheinbaren Aura von „DDR-Kulturgütern“.
Sowohl räumlich als auch inhaltlich beziehen die Besucher Position: Der Blick „hinter die Kulissen“ offenbart das System der Angst, macht aber gleichzeitig die Menschen hinter dem Staatsapparat sichtbar. Diese Einsicht soll keine fertigen Antworten liefern, sondern Fragen aufwerfen und das politische Verantwortungsbewusstsein schärfen. Authentische Biografien von Zeitzeugen laden dazu ein, historische Handlungsmuster mit eigenen Erfahrungen zu vergleichen – und sensibilisieren so für neue, gegenwärtige Formen von Repression und Diktatur.
- Auftraggeber
- Bundesbeauftragter f.d. Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR
- Ort
- Berlin
- Art
- Dauerausstellung
- Leistungen
- Konzeption und Entwurf, Kostenschätzung (Wettbewerb)
- Team
- Tobias Jochinke, Stefan Nowak, Petra Knyrim


