Expo 2020
Luxembourg Pavillion, Wettbewerb, 2.Platz

Expo 2020

Der Wettbewerbsentwurf verschmilzt Architektur und Szenografie zu einer fließenden, kreislauforientierten Erlebniswelt. Das immersive Konzept macht Luxemburgs Innovationskraft und Pioniergeist interaktiv und multisensorisch erlebbar.

Der Entwurf für den Luxemburg-Pavillon zur Expo 2020 in Dubai – ausgezeichnet mit dem 2. Platz im internationalen Wettbewerb – basiert auf einer wegweisenden Symbiose aus visionärer Architektur und narrativer Szenografie. Das Team kreierte einen Raumkörper, der das Expo-Motto „Connecting Minds, Creating the Future“ durch das Prinzip der Kreislaufwirtschaft und die Dynamik eines offenen, vernetzten Landes physisch erlebbar macht.

Die Szenografie nutzt das architektonische Motiv einer fließenden Bewegung. Beim Betreten des Pavillons werden die Besuchenden Teil eines kontinuierlichen Informations- und Erlebnisstroms. Die Ausstellungsarchitektur verzichtet bewusst auf starre Trennwände; stattdessen entfaltet sich die Erzählung entlang sanft geschwungener Bänder und kinetischer Lichtlinien, die das Prinzip des „Möbiusbandes“ und der unendlichen Ressourcenschonung widerspiegeln. Luxemburg präsentiert sich hier nicht als statische Nation, sondern als agiler, zukunftsorientierter Inkubator für Ideen.
Im Zentrum der Inszenierung stehen die Kernbereiche des Landes: digitale Innovation, nachhaltige urbane Transformation und Pioniergeist im Bereich des Space Minings. Durch den geschickten Einsatz von multisensorischen Stationen, interaktiven Projektionsflächen und haptischen Exponaten wird die Brücke von der historischen Identität Luxemburgs hin zu einer Hightech-Zukunft geschlagen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erlebbarkeit des Unsichtbaren: Datenströme, Konnektivität und kreislauforientierte Prozesse werden durch raumgreifende, auditive und visuelle Medieninstallationen poetisch und verständlich übersetzt. Der Pavillon wird so selbst zu einem lebendigen Exponat, in dem Architektur und Szenografie nahtlos miteinander verschmelzen.

Ort
Luxembourg
Art
Temporäre Installation
Leistungen
Konzeption und Planung der Ausstellungsbereiche. Wettbewerbsbeitrag mit JIM Clemens Architecture und Claudine Kaell Architecte, Luxembourg
Team
Jonathan Knyrim, Dominik Mycielski, Frank Albert, Stefan Nowak, u.a.