
Die innovative Neugestaltung des gesamten Hauses macht Widerstand und Menschenrechte durch einen Mix aus digitalen, haptischen und inklusiven Stationen für alle Besucher interaktiv erlebbar.
Die Neugestaltung des gesamten Hauses rückt das Thema Widerstand und Menschenrechte in ein modernes, offenes Licht und holt Besuchende unabhängig von Vorbildung oder Zeitbudget individuell ab. Gleich beim Betreten des Gebäudes empfängt eine eindrucksvolle Porträtgalerie die Gäste: „Gesichter des Widerstands“ zeigt Persönlichkeiten wie Nelson Mandela oder Mahatma Gandhi gleichberechtigt neben unbekannten Kämpfenden, Opfern und stillen Unterstützern verschiedener Epochen. Über Audiostationen werden ihre Lebensgeschichten greifbar, während eine fortlaufend aktualisierte, digitale Weltkarte zeigt, in welchen Ländern Menschenrechte bis heute missachtet werden.
Die Erkundung des Hauses erfolgt völlig selbstbestimmt über innovative Vermittlungsformate. So lässt sich die Geschichte entlang einer raumgreifenden Zeitachse interaktiv entdecken, indem Monitore verschoben werden, um synchrone Bild- und Toninformationen freizuschalten. An einer Multimediastation lädt ein interaktives Rollenspiel dazu ein, in die Perspektiven historischer Widerstandskämpfer oder deren Gegner zu schlüpfen. Doch das neue Ausstellungskonzept bindet Gäste auch ganz ohne Elektronik aktiv ein: Am Beispiel von „Repression und Kollaboration“ wird Geschichte haptisch erlebbar – „geheime“ Dokumente sind in Schubladen verborgen und wollen eigenhändig entdeckt werden.
Dank dieses vielschichtigen Angebots auf unterschiedlichen Informationsebenen regt das neu konzipierte Haus auf allen Etagen nachhaltig zum Nachdenken, Mitmachen und zur kritischen Reflexion an.
- Auftraggeber
- La Musée de la Résistance
- Ort
- Esch-sur-Alzette
- Art
- Dauerausstellung & Neugestaltung des Museums
- Leistungen
- Leistungsphasen 1-2 nach HOAS. Szenografie, Ausstellungsarchitektur, Grafikdesign, Medienkonzept
- Team
- Dominik Mycielski, Stefan Nowak, Petra Knyrim


